Das Orchester
Orchestergeschichte
Dirigenten

Das Orchester


Die Deutsche Philharmonie Bonn ist hochprofessionell, leidenschaftlich und vielversprechend - die Meinungen der Presse und Konzertbesucher über dieses noch junge Orchester. Das Orchester begeistert mit energiegeladenem und begeistertem Spiel. Eifrig und intensiv präsentiert sich das Orchester auf der Bühne. In nur 4 Jahren entwickelte sich aus einem damals semiprofessionellen Orchester ein freier, konstanter und heute professioneller Klangkörper.
Manchmal sind es auch unglückliche Umstände, die etwas Neues und Großes entstehen lassen. Tragische Ursache für die Gründung dieses Orchesters war ein Benefizkonzert für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Japan. Während sich zum ersten Konzert spontan Musikstudenten, Laien und profesionelle Musiker aus dem ganzen Bundesgebiet zur "Freien Philharmonie Bonn" zusammenschlossen, präsentiert sich das Orchester heute als "Deutsche Philharmonie Bonn" mit ausschließlich professionellen Musikern als eines der besten freien Orchester deutschlandweit.
Durch die Geschichte des Orchesters wird klar, dass dies kein einfaches Sinfonieorchester ist - dieses Orchester zeigt mehr: Ambitionierte Projekte, die bereits Nachahmer gefunden haben, wie "Musik für Alle", gehören zum festen Profil des Orchesters. Soziale Projekte, wie bereits durch die enthusiastische Gründung des Orchesters, zeigen das Engagement jedes einzelnen Musikers.
Im Jahr 2015 erhielt das Orchester seinen neuen Namen und spielt seine Konzerte mit einer profesionellen Besetzung aus Musikern der Region Bonn, die hauptberuflich aus Orchestern wie dem Beethovenorchester Bonn, den Düsseldorfer Sinfonikern, dem WDR Sinfonieorchester, dem Theater Krefeld-Mönchengladbach, dem Sinfonieorchester Münster u.a. stammen. Neben Einladungen zu Festivals wie der Sommermusik Xanten, bei dem das Orchester diesmalig erstmalig zu Gast war, den Dahmer Musikfestspielen, dem Rahmenprogramm des Beethovenfests Bonn, wurde das Orchester mehrfach auf Tourneen nach China eingeladen und war in den größten Konzertsälen Chinas, wie dem Oriental Art Center Shanghai, der Shenzhen Music Hall oder Beijing Concert Hall, zu Gast.
Das Repertoire des Orchesters ist vielfältig - Sinfoniekonzerte mit großen sinfonischen Werken, wie die Symphonie fantastique von H. Berlioz, Opernproduktionen, diesjährig W.A. Mozarts "Entführung aus dem Serail", Gala-Vorstellungen, aber auch Crossover-Projekte zeigen die Bandbreite des Orchesters auf.



Orchestergeschichte



11. März 2011
Unter dem Meeresboden vor der Ostküste Japans begann des Tohuku-Erdbeben, welches die Nuklearkatastrophe im japanischen Kernkraftwerk von Fukushima zur Folge hatte.

27. März 2011
Aufgrund der verheerenden Auswirkungen des Erdbebens sind die Opfer der Umweltkatastrophe dringend auf Hilfe angewiesen. In Deutschland entwickelt sich eine große Sympathie und Hilfsbereitschaft. So auch bei David Scharmacher und Michael Vornhusen, die an diesem Tag die Idee für ein Benefizkonzert zu Gunsten der Opfer in der Bonner Beethovenhalle entwickeln.

02. April 2011
Binnen kurzer Zeit findet das Projekt große Unterstützung durch die Stadt Bonn, der Beethovenhalle Bonn, der Bonner Oper und den Sponsoren Volksbank Bonn Rhein-Sieg und Crespel&Deiters, die das Projekt finanziell unterstützen. Innerhalb von nur 2 Wochen gelingt es über 60 Musiker aus dem gesamten Bundesgebiet für ein Benefizkonzert zu gewinnen. Die Musiker traten dabei unter dem Namen "Freie Philharmonie Bonn" ausnahmslos ohne Gage auf.

17. April 2011
In nur 2 Probentagen realisiert das Orchester unter der musikalischen Leitung von David Scharmacher ein Sinfoniekonzert mit Ludwig van Beethovens 3. Sinfonie "Eroica" und bringt dieses in der Beethovenhalle Bonn am 17. April 2011 vor rund 1000 Zuschauern zur Aufführung.
Neben einer beträchtlichen Summe an Spendengeldern aus dem Sinfoniekonzert, die dem japanischen roten Kreuze zu Gute kamen, war die Resonanz auf dieses Konzert so groß, dass sich die Musiker selbst entschlossen, dieses Orchester auch weiterhin am Leben zu erhalten.

09. Oktober 2011
Nach nur einem halben Jahr nach dem ersten Auftritt, findet sich das Orchester erneut in Bonn zusammen. Dieses Mal steht das Gründungskonzert in der Bonner Beethovenhalle an und findet sich bereits im Rahmenprogramm des Beethovenfestes wieder. Auf dem Programm steht die Sinfonie in C-Dur "Große C-Dur" von F. Schubert, R. Wagners Ouvertüre zu "Die Meistersinger von Nürnberg" und Tschaikowskys Violinkonzert mit der international renommierten Solistin Sophie Moser.

2011/2012
Zum Jahreswechsel wurde das Orchester zum ersten Mal auf eine Tournee nach China eingeladen. In den Folgejahren ergaben sich 3 weitere Einladungen, wobei die Deutsche Philharmonie Bonn in Konzertsälen wie dem Oriental Art Center, der Shenzhen Music Hall oder der Beijing Concert Hall zu Gast war.

2012-2014
In den Jahren 2012-2014 folgten weitere Sinfoniekonzerte, Opernvorstellungen, Operettenproduktionen und Kinderkonzerte. Bis zu 120 Mitglieder zählte die damals Freie Philharmonie Bonn bei ihrem bis dahin größten Projekt, der Aufführung von Hector Berlioz Symphonie fantastique im Rahmenprogramm des Beethovenfests.

2015
Seit dem Jahreswechsel 2015 ist das Orchester als "Deutsche Philharmonie Bonn" auf Festivals, Tourneen und bei Opern- und Operettenproduktionen zu Gast. Als eines der besten profesionellen freien Orchester Deutschlands, genießt es beim Publikum einen hervorragenden Ruf.
Das Orchester eröffnete diesjährig erstmalig die Sommermusik Xanten. Seit dem Jahr 2015 sind Christian Lorenz und Prof. Peter von Wienhardt Gastdirigenten des Orchesters.

Dirigenten


Das Orchester arbeitet mit wechselnden Dirigenten.


Prof. Peter von Wienhardt | 1. Gastdirigent

"Ein Orchester ist eine Ansammlung von mannigfaltigen musikalischen Ideen, Fähigkeiten, Persönlichkeiten und Kompetenzen. Es sollte nicht meine vordringliche Aufgabe als Dirigent sein, jeden einzelnen oder jede Gruppe in seinem/ihrem Solo oder ihrem Spiel vorzuschreiben wie er seine/sie ihre Musik ausführen soll. Es ist vielmehr meine Pflicht, alle diese Facetten, jede für sich von großer Bedeutung, zu sammeln, zu bündeln und das Orchester mit sicherer Organisation über alle Räume und Überleitungen hinweg zu einem schlüssigen Ziel zu führen. Dafür übernehme ich als Dirigent die Verantwortung und halte das Orchester umsichtig zusammen."

Peter von Wienhardt, 1966 gebürtig aus Budapest stammend, aufgewachsen in Deutschland, bereiste als Musiker (fast) die ganze Welt und ist seit 2015 1. Gastdirigent der Deutschen Philharmonie Bonn. Als Pianist erlangte er viele Preise (u.a. Cziffra-Liszt-Preis, Deutscher Musikrat, Echo Klassik) und veröffentlichte bis zum heutigen Tage etliche Tonträger sowohl solistisch als auch mit Orchestern und mit kammermusikalischen Künstlerpersönlichkeiten. Wienhardts Besonderheit ist es, sich musikalisch immer wieder zu neuen Ufern zu begeben. So sind die Information, Improvisation, die Umkomponierung, die Kadenzierung nicht nur Teil seines Lebens, sondern auch seiner Musik geworden. Leben und Musik sind Reise und Veränderung. Seine technischen und Blattlesefähigkeiten haben es ihm ermöglicht, ein enormes Repertoire aufzubauen; sein künstlerisches Interesse widmet sich daher immer mehr den unbekannteren Werken. Seit 2006 hält er eine Professur für Klavier und Crossover in Münster inne und ist Intendant der Aaseerenaden Münster.

Mehr Informationen zu Peter von Wienhardt
Christian Lorenz | Gastdirigent

Christian Lorenz wurde in Berlin geboren und ist seit 2015 Gastdirigent der Deutschen Philharmonie Bonn. An der Musikhochschule und Universität Frankfurt/Main studierte er Schulmusik und Germanistik, danach absolviert er seine künstlerische Ausbildung als Dirigent bei Jiri Stárek, die er mit Auszeichnung abschloss. Bei seiner folgenden Tätigkeit als Kapellmeister an verschiedenen Opernhäusern begeisterte Lorenz vor allem mit dem klassischen deutschen Repertoire (Mozart, Weber) aber auch mit Bizets Carmen und Verdis Nabucco und Traviata sowie zahlreichen Operetten und Musicals. Nach einem Aufbaustudium Kulturmanagement an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater wurde Christian Lorenz 1995 zum Direktor der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals berufen. Bei Produktionen mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival Orchester leitete Lorenz regelmäßig Festivalkonzerte. Seit 2003 war er Intendant der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz und folgte 2008 seinem Ruf als Intendant an die Internationale Bachakademie Stuttgart. Als Dirigent arbeitet Christian Lorenz mit zahlreichen Orchestern im In- und Ausland. Darunter die Hamburger Symphoniker, die Norddeutsche Philharmonie, die Südwestdeutsche Philharmonie, die Neubrandenburger Philharmonie, die Thüringer Symphoniker, das Folkwang Kammerorchester sowie die Orchester von Ruse und Plovdiv (Bulgarien), Pardubice und Karlovy Vary (Tschechien), Cluj-Napoca (Rumänien), Dallas (USA) und Guadalajara (Mexico), das Radiosymphonieorchester Moskau und die Staatsphilharmonie in Kasachstan. Seine konzertanten Schwerpunkte sind die Symphonien der deutschen Klassiker - sowie die Musik des 20. Jhdts., ganz aktuelle Produktionen und zahlreiche Uraufführungen.

David Scharmacher | Mitbegründer und Dirigent der "Freien Philharmonie Bonn" von 2011-2014 | Gastdirigent

"Es ist mir eine große Ehre, mit diesem Klangkörper zu arbeiten. Aus der spontanen Idee eines Benefizkonzertes entwickelte sich binnen kurzer Zeit dieses großartige Orchester."

Der gebürtige Berliner David Scharmacher ist seit 2015 Gastdirigent der Deutschen Philharmonie Bonn. Er studierte Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin, anschließend Fagott und Klavier an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. In dieser Zeit war er Fagottist und Kontrafagottist der Jungen Deutschen Philharmonie. Das ermöglichte ihm eine intensive Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Marc Piollet, Sebastian Weigle, Gary Bertini und Lothar Zagrosek. Eher zufällig gelangte er dann an das Dirigentenpult. Im Jahr 2011 gründete er spontan mit dem Kulturmanger Michael Vornhusen die Freie Philharmonie Bonn für ein Gedenkkonzert für die Opfer der Umwelt- und Naturkatastrophe in Fukushima / Japan. Seitdem war er regelmäßig als Dirigent dieses Orchesters und bei Gastdirigaten mit einem breiten Repertoire zu erleben, wobei er u.a. die Violinkonzerte von L. van Beethoven und P. I. Tschaikowsky, die Cellokonzerte von R. Schumann und C- Saint-Saens mit namhaften Solisten wie Sophie Moser und Gustav Rivinius, die "Symphony fantastique" von H. Berlioz, "Die Schöpfung" von J. Haydn oder die "Missa da Requiem" von G. Verdi zur Aufführung brachte.Daraus entstand eine besondere Verbindung zur Musikstadt Wien, wo er mehrere Wochen der Konzertvereinigung des Wiener Staatsopernchores und dem Wiener Singverein mit seinen Dirigenten E. Raffelsberger und J.Prinz hospitierte. Es folgte eine Einladung des GMD der Wiener Staatsoper F. Welser-Möst zu den Salzburger Festspielen.


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